Gögginger Handballer auf dem Boden der Tatsachen
Enttäuschung nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel
Als „optimale Standortbestimmung“ hatte Göggingens Kapitän Christoph Ranz vor drei Wochen noch die schwierigen beiden Auftaktpartien in die diesjährige Bezirksoberliga-Saison bezeichnet: „Danach wissen wir, wo wir stehen.“ Platz zehn der Tabelle hatte er dabei mit Sicherheit nicht im Kopf – umso größer ist die Enttäuschung bei den Handballern des TSV Göggingen nach der zweiten Niederlage in Folge: 30:31 musste sich das Team von Trainer Stephan Volmering in Schwabmünchen geschlagen geben. „Vielleicht war der Druck doch zu groß für uns“, mutmaßt Volmering und versucht, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen: „Das Thema Aufstieg ist jedenfalls erst mal in ganz weite Ferne gerückt, ab sofort können wir hoffentlich befreit aufspielen.“
Dabei hatte in Schwabmünchen nicht viel gefehlt zum Sieg, die Partie der beiden als Spitzenmanschaft gehandelten Teams war hart umkämpft und bis zur letzten Sekunde äußerst spannend. Den besseren Start erwischten die Hausherren und gingen mit 2:0 in Führung. Doch Göggingen glich schnell aus und setzte sich kurz darauf auch auf zwei Tore ab (4:6). Das Spiel blieb bis zur Halbzeitpause (14:14) ausgeglichen – womit Göggingen angesichts eines Vorteils von 1:6 Zwei-Minuten-Strafen in der ersten Hälfte nicht zufrieden sein konnte. „Aus den vielen Überzahl-Situationen hätten wir definitiv mehr machen müssen“, sagte Ranz. Hinzu kam, dass beide Gögginger Torhüter keinen guten Tag erwischt hatten. „Ein paar mehr Paraden hätten es uns natürlich schon einfacher gemacht“, bedauerte Volmering.
Trotz dieser Schwächen wäre ein Auswärtssieg auch nach Wiederanpfiff weiterhin möglich gewesen. Insbesondere über die rechte Seite präsentierte sich Göggingen im Angriff brandgefährlich. Rückraumspieler Patrick Schupp erzielte neun Treffer aus dem Feld ebenso wie alle fünf Sieben-Meter-Würfe für die Gäste und Rechtsaußen Anton Espach traf sechs mal. Bis zur 46. Minute blieb das Spiel ausgeglichen, dann glückte den Gastgebern ein kleiner Lauf in dessen Folge sie sich auf vier Tore absetzen konnten (26:22). Doch Göggingen ließ sich davon nicht beeindrucken. „Wir haben 100 Prozent Einsatz gezeigt, da kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Volmering. Über die technischen Fehler, die mit ein Grund waren, weshalb die Aufholjagd am Ende nicht belohnt wurde, ärgerte er sich jedoch schon.
Ein Drei-Tore-Lauf zum 26:25 (55. Minute) ließ die Gäste zunächst wieder hoffen, Schwabmünchen musste plötzlich um den schon sicher geglaubten Sieg bangen. Eine Minute vor Schluss erzielte Christoph Zanker schließlich den Ausgleich zum 30:30. Doch leider gelang es der Gögginger Abwehr nicht, zumindest diesen Punkt festzuhalten und Schwabmünchen erzielte den Siegtreffer zum 31.30. Ein Unentschieden wäre immer noch möglich gewesen, doch der letzte Wurf der Gäste landete am Pfosten. Und während Schwabmünchen mit vier Punkten voll im Soll ist, findet sich der TSV Göggingen unverhofft am unteren Ende der Tabelle wieder. Im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, will die Mannschaft die ersten Punkte einfahren. „TSV Friedberg II wird es uns sicher nicht leicht machen, aber wir wollen uns steigern und endlich einen Sieg erkämpfen“, so Volmering. (bale)
TSV Göggingen: Nissen, Weber; Ranz (5), Thoms (2), Zanker (1), Müller (1), Greving (1), Geiger, Espach (6), Römmele, Hofner, Kreutz, Schupp (14/5), von Petersdorff.