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Verkorkster Auswärtsauftritt beim TSV Niederraunau II Drucken E-Mail

[enton] Der TSV Göggingen konnte die Ausfälle beim Auswärtsauftritt gegen den TSV Niederraunau II nicht kompensieren und musste eine letztendlich eine deutliche 34:27 (12:12) Niederlage hinnehmen.


Etwas überraschend schickte Trainer Prihoda eine ungewohnt offensive 3-2-1 Deckungsvariante aufs Parkett, was anfangs erstaunlich gut gegen die motivierten Gastgeber funktionierte. Beim der 3:5 Führung für Göggingen schien das Konzept voll aufzugehen, denn einige schnelle Gegenstöße fanden den Weg ins Tor der Heimmannschaft. Jedoch erspielten diese sich nach einem Team-Timeout nun immer häufiger Lücken in der Gögginger Deckung, sodass Niederraunau beim 9:6 erstmals Distanz zwischen sich und die Schwarz-Roten legen konnten. Eine beherzt auftretende Gögginger Mannschaft stellte beim 9:9 den Ausgleich wieder her, der dann auch bis zum 12:12 Pausenstand bestand hielt.


Göggingen musste an diesem Nachmittag auf einige wichtige Spieler verzichten. Darunter beide Spielmacher Sebastian Kolbinger und Andreas Schwendner, die beide an einer Knieverletzung laborieren. Außerdem auf Linkshänder Dominik Schnorr, Kreisläufer Sebastian Samtleben und Torhüter Christopher Schwarz. Zwar bemühte sich die Truppe um den Aushilfsspielgestalter Christoph Ranz redlich, jedoch braucht die Mannschaft in dieser Konstellation einfach noch die so wichtige Spielpraxis. Vielversprechende Ansätze bekamen die mitgereisten Zuschauer vor allem in der ersten Halbzeit aber in jedem Fall schon einmal präsentiert.


Dass das Team in der zweiten Halbzeit dann den Anschluss an die Gastgeber verlor lag vor allem an den insgesamt sechs Zeitstrafen die gegen die Schwarz-Roten verhängt wurden, was die Heimmannschaft effektiv und konsequent ausnutzen konnte. Exemplarisch kann eine kuriose Situation beim 14:13 Zwischenstand herausgegriffen werden. Nach einem Offensivvergehen der Gögginger bekam Niederraunau den Ball zugesprochen, den diese mit einem weiten Gegentoßpass postwenden in die Gögginger Hälfte beförderten. Während einer der beiden Unparteiischen die Ausführung des Freiwurfes zurückpfiff und somit eine klare Tormöglichkeit für die Gastgeber zunichtemachte, entschied der andere der beiden, der bereits in die Gögginger Hälfte gelaufen war, auf eine Zwei-Minuten-Strafe für den Gögginger Spieler Schafbuch und obendrein auf einen Siebenmeter für Niederraunau, wohl gewissermaßen um den Fehler seines Kollegen auszubügeln. Diese Entscheidung wollte Gästetrainer Prihoda erklärt wissen, durch was er sich eine gelbe Karte und zusätzlich eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die Bank einhandelte. Da bereits ein Spieler der Gögginger eine Zeitstrafe absaß und nun ein weiterer Spieler das Feld verlassen musste, waren die Gögginger nunmehr zu dritt gegen sechs Raunauer auf der Platte. Der folgerichtige Zwischenspurt bis zum 17:13 für die Hausherren war danach auch gleichzeitig die Vorentscheidung, von der sich die Schwarz-Roten nicht mehr erholen konnten.


Niederraunau spielte gerade in der Offensive unglaublich konsequent, die Gögginger hatten von nun an keine Chance mehr. So ging die Partie dann auch mit einem letztlich verdienten 34:27 für die Gastgeber zu Ende. Auf Gögginger Seite hätte man sich durchaus etwas mehr Besonnenheit und Cleverness wünschen dürfen, auch wenn eine solche Entscheidung sicher erklärungsbedürftig gewesen ist.
Kommenden Samstag (19.30 Uhr, Anton-Bezler-Halle) erwarten die Gögginger den TSV Haunstetten II, einen seit Wochen unglaublich stark aufspielenden Ligakonkurrenten. Die Woche über muss das Team im Training weiterhin an der neuen Aufstellung arbeiten, denn eine schnelle Genesung von Kolbinger scheint sich keinesfalls anzubahnen. Zumindest erwartet man Schnorr und Samtleben zurück im Kader, was sicher einen Hoffnungsschimmer für das dezimierte Team darstellt. Ob es jedoch gegen die routinierten Gäste um den Gögginger Zögling Florian Pfänder, der bei den Schwarz-Roten erstmals einen Handball in die Hand nahm, reichen wird, bleibt abzuwarten.


TSV Göggingen: Jahn, Weber; Listringhaus (7/1), Greving (6), Bartsch (5/1), Hofner, Schafbuch (je 3), Kamlah (2), Ranz (1), Espach, Schmidt, Bauer

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 17. Januar 2012 )